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Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen e.V.
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64825 Babenhausen

 

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Kulturhistorische Fahrt nach Wien
Im Jahre 2017 richtet der Geschichtsverein eine kulturhistorische Fahrt nach Wien aus. An dieser Fahrt können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Termin: 7. bis 12. Mai 2017 (6 Tage/5 Nächte) Anmeldungen ab sofort unter hgvbabenhausen@aol.de oder bei Veranstaltungen des HGV (mit Name, Vorname, Straße, Wohnort und Telefon) Anzahlung: 100.-€ (dadurch wird die Anmeldung verbindlich) auf das Reisekonto des HGV DE40 5085 2651 0160 0167 96 (Sparkasse Dieburg) Preis: 750.- € (Der Restbetrag ist bis zum 1. April 2017 zu entrichten) (Einzelzimmerzuschlag für die 5 Nächte: 236.- €) Das Reisebüro bietet eine Reiserücktrittsversicherung an (2,7 % des Reisepreises) Hotel in Wien: 4 Sterne Austria Trend Hotel „Ananas“ (in der Nähedes Naschmarktes). Das Hotel liegt 100m von der U-Bahn-Station Pilgramgasse entfernt. Mi der U-Bahn ist man in 5 Minuten an der Staatsoper in der Wiener Innenstadt. Das Programm (geringfügige Änderungen sind noch möglich):
1. Tag / Sonntag, 07.05.17:
Anreise nach Wien, Zimmerbezug, Abendessen im Hotel (inkl.)
2. Tag / Montag, 08.05.17:
Vormittags: Stadtbesichtigung Wien mit örtl. Reiseleitung (ca. 4 Std. inkl.). Nachmittags: Sonder-Führung durch das 3. Mann Museum (inkl.). Abends: Freizeit
3. Tag / Dienstag, 09.05.17:
Ganztägiger Ausflug zum Neusiedler See mit örtlicher Reiseleitung, inkl. Eintritt un Führung Schloss Esterhazy in Fertöd sowie Weinprobe mit Vesperteller
4. Tag / Mittwoch, 10.05.17:
Vormittags: Besuch der Hofburg inkl. Audio Guide und der Nationalbibliothek (Eintritt inkl.). Nachmittags: Besuch des Schlosses Schönbrunn mit Imperial Tour (Audio Guide inkl). Besuch der Strudelbackshow im Residenzcafe, 1 Getränk und 1 St. Apfelstrudel (inkl.). Sondervorstellung des Marionettentheaters ca. 30 Minuten (inkl.). Abends: Freizeit
5. Tag / Donnerstag, 11.05.17:
Vormittags: Freizeit Nachmittags Ausflug Wienerwald mit örtl. Reiseleitung (ca. 4 Std. inkl.). Abendessen in einem typischen Wiener Heurigenlokal (Buffet mit Salat, Fleisch, Knödel, Kren und Gebäck, ¼ Wein inkl.)
6. Tag / Freitag, 12.05.17:
Wien –Heimreise
Rückfragen und auch Anmeldungen: Tel.: 06073/61281
(Wittenberger)
(wi/30.10.2016)
 
Neujahrsempfang des HGV Babenhausen am 8. Januar 2017
Ein Jahr geht schnell zu Ende, und schon nähern sich das Weihnachtsfest und der Übergang in das neue Jahr 2017! Aus diesem Grund weist der Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen schon jetzt auf seinen traditionellen Neujahrsempfang hin, der am Sonntag, 8. Januar 2017, von 10 bis 12.30 Uhr im „Goldenen Engel“ in der Stadthalle Babenhausens stattfindet. Geboten wird für einen Preis von 16,50 Euro pro Person (Selbstzahler) das Folgende:Ein üppiges erweitertes Frühstück mit: Gefüllte Eier, Rühreier mit Speck und Bacon, geräucherte Forelle und geräucherter Lachs, beides mit Sahne-Meerrettich, eine Käseauswahl, eine Wurstauswahl, eine Schinkenauswahl, dazu Konfitüren und selbstverständlich Brot und Partybrötchen sowie Butter, Kaffee und Tee in beliebiger Menge. In Olivenöl eingelegtes Gemüse und eine deftige Gulaschsuppe komplettieren die Mahlzeit. Abschließend wird ein süßer Nachtisch geboten.
Zur Begrüßung werden Sekt und Orangensaft gereicht. Ein kleines mundartliches und anderes Programm wird dargeboten. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich bis zum 4. Januar 2017 unter der Telefonnummer Wittenberger 06073/61281 (auch auf Anrufbeantworter) oder per E-Mail: hgvbabenhausen@aol.de
 

Markante Bäume und Sanddünen

Beim Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen: Naturdenkmale in Wort und Bild

 

 

Babenhausen. Bemerkenswerten Einzelschöpfungen der Natur wie die „Schöne Eiche“ sowie Lebensräumen mit einer seltenen Tier- und Pflanzenwelt hat der Gesetzgeber einen besonderen Schutzstatus verliehen: das Naturdenkmal. In einem Lichtbildervortrag wird Dr. Horst Bathon am Mittwoch, 1. Juni, bei Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen über diese Naturdenkmale im Kreis Darmstadt-Dieburg berichten.

 

Durch die menschliche Nutzung sind viele Pflanzen, Tiere und Lebensräume vom Aussterben oder von Zerstörung bedroht. Um dies zu verhindern, wurden in der Naturschutzgesetzgebung unterschiedliche Schutzkategorien entwickelt. Zum einen handelt es sich dabei um den Artenschutz, zum anderen um den Schutz verschieden großer (Naturschutz-)Gebiete oder auch um Einzelschöpfungen der Natur, so beispielsweise alte markante Bäume, geologische Aufschlüsse, Flugsand-Dünen, aber auch kleinere Feuchtgebiete und Hohlwege. Diese können als Naturdenkmale ausgewiesen und erhalten werden.

 

Erstmals in den Jahren 1983 bis 1986 wurden alle Naturdenkmale des Kreises Darmstadt-Dieburg erfasst und schließlich in einem Buch der Öffentlichkeit vorgestellt. Seither gab es viele gesetzliche Änderungen und manch unter Schutz stehender Baum brach gar durch Stürme zusammen oder musste aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden. Andererseits konnten auch einige Kleingebiete durch die Untere Naturschutzbehörde des Kreises neu ausgewiesen werden. Standen 1986 noch 157 Naturdenkmale des Kreises unter Schutz, so waren es 2015 nur noch 50.

 

So war es an der Zeit, den Bestand an Naturdenkmalen im Kreis erneut zu überprüfen. Derzeit ist eine zweite völlig veränderte Auflage im Druck. Bathon wird die Besonderheiten in Wort und Bild aufzeigen. Der Vortrag am 1. Juni beginnt um 19 Uhr im Bürgerzentrum Stadtmühle. Der Eintritt ist frei. (wi)

Internationaler Museumstag 22.05.2016

 

 

Das Territorialmuseum in Babenhausen beteiligt sich am internationalen Museumstag.

An diesem Tag wird im Territorialmuseum kein Eintritt erhoben.

Alix aus Darmstadt wird Zarin

 

Vortrag und Exkursion zu den hessisch-russischen Verbindungen

 

Im Jahre 1894 heiratete die Schwester des letzten Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, Alix, Zar Nikolaus II. in Sankt Petersburg. Da Zar Alexander III. erst wenige Wochen zuvor gestorben war, wäre eine prunkvolle Hochzeit in Sankt Petersburg unpassend gewesen. Über die Darmstädter Prinzessinnen am Zarenhofe beschäftigt sich ein Vortrag mit einer anschließenden Exkursion des Heimat- und Geschichtsvereins Babenhausen.

 

Zunächst wird Vorstandsmitglied Ernst Schnatze in einem Vortrag die engen Verbindungen zwischen Darmstadt und Sankt Petersburg darstellen. Er beginnt um 19 Uhr am Dienstag, 17. Mai, im Bürgerzentrum Stadtmühle. Der Eintritt ist frei.

 

Die wenige Tage später stattfindende Tagesexkursion am Samstag, 4. Juni, wird dann zu den beiden russische-orthodoxen Kirchen in Darmstadt und Wiesbaden führen. Die hessische Zarin war bei ihrer Hochzeit zum orthodoxen Glauben übergetreten und nannte sich Alexandra Fjodorowna. Beide Kirchen wurden für die Zarenfamilie in den Jahren 1897-1899 errichtet.

 

In Darmstadt wird nach der Kirchenbesichtigung noch ein Abstecher auf die Rosenhöhe erfolgen zu den Grabstätten der 1937 verunglückten großherzoglichen Familienmitglieder. Die Mittagsrast ist dann in der traditionsreichen Gaststätte „Sitte“ geplant.

 

Die Weiterfahrt nach Wiesbaden führt zum Neroberg. Von der Talstation aus führt die Fahrt mit der mit Wasserballast betriebenen Drahtseilbahn aus dem Jahre 1888 hinauf zum Neroberg zur russischen-orthodoxen Kirche. Die Abfahrt mit dem Bus ist am 4. Juni um 9 Uhr ab Stadthalle, die Rückkehr in Babenhausen ist gegen 18.30 Uhr geplant.

 

Der Teilnahmepreis beträgt 25 Euro. Darin enthalten sind die Fahrt mit dem Bus, die Spenden statt Eintrittsgelder für die Kirchen sowie die Hin- und Rückfahrt mit der Nerobergbahn. Anmeldungen werden im i-Punkt im Rathaus entgegengenommen. Auch nach dem Einführungsvortrag am 17. Mai können sich in der Stadtmühle Interessenten anmelden.

 

Das Museum wird mit einem Lapidarium bereichert

 

Mit guten Nachrichten im Gepäck besuchte am vergangenen Donnerstag Landrat Klaus Peter Schellhaas das Babenhäuser Territorialmuseum. Mitgebracht hatte Schellhaas, der an diesem Tag Babenhausen bereiste, nicht nur einige Mitarbeiter der Kreisverwaltung, sondern auch einen Zuwendungsbescheid von rund 20.000 Euro für die Erstellung eines Lapidariums.

 

Ein Lapidarium, also die Sammlung von Steinwerken, wie Grabsteine und Grabplatten, aber auch Grenz- und Markierungssteine, wird ab dem Spätsommer auf dem Außengelände des Museums zu sehen sein. Einige Ausstellungsstücke des Lapidariums stammen aus der evangelischen Stadtkirche, für die es nach der dortigen Renovierung keinen Platz mehr gab. Sie wurden zunächst im Bauhof untergebracht und kamen dann zur Firma Aumann. Jetzt befinden sich die Steine auf dem Betriebsgelände des Steinmetzmeisters Franz-Josef Becker in Harreshausen. Er und sein Team werden nun die Steine säubern, und so gut es geht wiederherstellen. Keine leichte Aufgabe, denn die Steine sind bis zu 500 Jahre alt.

 

Das Investitionsvolumen von ca. 46.000 Euro wird zur Hälfte durch das sogenannte Leader-Programm gefördert (Förderung der ländlichen Entwicklung in Hessen). Die andere Hälfte bringt die Aumann Stiftung ein, die auch die umfassende Sanierung des ehemaligen Amtshauses,  aus dem Jahr 1555, in so vorbildlicher Art und Weise vorgenommen hat. Gefördert werden die Restaurierung der Grabsteine, die Gestaltung der Aussenanlage und die Beschilderung zur Erläuterung der Exponate.

 

Bei der kleinen Feierstunde bedankte sich Dieter Aumann bei Klaus Peter Schellhaas für die Förderung und ging auf die bevorstehenden Maßnahmen ein, die eine bedeutsame Bereicherung und Ergänzung des Territorialmuseums darstellen. Lapis, das lateinische Wort für Stein ist Namensgeber des Lapidariums und Aumann führte aus: „In der Menschheitsgeschichte haben Steine eine besondere Bedeutung. Die Steinzeit dauerte über eine Million Jahre, Steine dienten nicht nur als Werkzeuge, sie sind auch Kultgegenstände.“ Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Tempelanlagen im alten Ägypten und auf das englische Stonehenge.

 

Das Gebäude in welchem das Territorialmuseum untergebracht ist, wurde 2009 von Dieter Aumann erworben. Nach Gründung der Stiftung im Jahr 2010 wurde die umfassende Sanierung des ehemaligen Amtshauses vorgenommen. Die Eröffnung des Museums konnte am 30. März 2014 gefeiert werden. Mittlerweile wurde das Museum mit mehreren Preisen wie der „Deutsche Fachwerkpreis“ und dem „Hessischen Denkmalschutzpreis“ ausgezeichnet.

 

Die Verbundenheit von Dieter Aumann mit seiner Heimatstadt, und sein Herzblut, welches er in die Sanierung und Gestaltung des Museums einbrachte, sind ein wahrer Glücksfall für Babenhausen. Durch diese Leidenschaft ist Babenhausen um ein kulturhistorisches Angebot reicher geworden. Dank der inhaltlichen Ausstellungsschwerpunkte, des Territoriums Hanau-Lichtenberg, hat dies sogar eine überregionale Bedeutung und zeigt Babenhausen von einer seiner schönsten Seiten.

 

Zwei Luftbilder zeigen zahlreiche Veränderungen

 

Im Territorialmuseum Babenhausen werden zwei Luftbildaufnahmen der „Dieburger Bucht“ von 1935 und 2013 gegenübergestellt. Im direkten Vergleich erkennt man die Entwicklung von Babenhausen und des umliegenden Naturraumes, der Untermainebene am Unterlauf der Gersprenz. Am oberen Bildrand ist links Dudenhofen zu erkennen und rechts Babenhausen. In der linken unteren Ecke des Bildes liegt Dieburg und rechts unten Schlierbach. Bei den großflächigen, dunklen Bereichen handelt es sich um Waldflächen.

 

Die Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1935 wurde von der Hansa-Luftbild GmbH in Berlin, im Rahmen des Luftbildplanwerkes des Deutschen Reiches, hergestellt. Dieses Bildplanwerk 1:25.000 entstand in den Jahren 1934-1944 und konnte infolge des zweiten Weltkrieges nicht fertiggestellt werden. 

 

Die Aufnahmen sind so detailliert, dass man das Babenhäuser Schloss erkennen kann und auch der damals noch unbegradigte Verlauf von Gersprenz und Ohlebach ist ersichtlich. Die Landwirtschaftsflächen sind 1935 geprägt durch vielfältige hell-dunkle, dünne Parzellenstreifen und zeigen gegenüber dem Luftbild von 2013 deutliche Veränderungen.

 

Neben allen Stadtteilen ist auch, südlich von Babenhausen, der Altdörfer Hof ersichtlich, der 1780 als landgräflicher Hof auf dem Gelände des im 30jährigen Krieg untergegangenen Ortes Altdorf erbaut wurde. Am 2. Oktober 1944 wurde der Altdörfer Hof durch Bomben zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde.

 

Wer sich die zahlreichen Veränderungen anschauen möchte, um weitere Details zu entdecken, während den Öffnungszeiten des Territorialmuseums ( MI von 14-16 Uhr, DO 14-17 Uhr, SA von 15-17 Uhr und So von 14-17 Uhr) können die beiden Luftbilder genau betrachtet werden.

 

 

Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen

 

 

S a t z u n g

 

§ 1 Name und Sitz des Vereins

Der Verein trägt den Namen „Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen“.  Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und trägt alsdann den Namen „Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen e. V.“ Der Sitz des Vereins ist Babenhausen.

 

§ 2 Zweck des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“, §§ 51 ff AO (1977).

Der Verein fördert die Heimatpflege und Erforschung der Geschichte der Stadt Babenhausen. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch: Mitwirkung bei der Gestaltung und Erhaltung des Stadt- und Landschaftsbildes, Förderung eines Heimatmuseums, Durchführung von Ausstellungen, Organisation von Führungen, Vorträgen und Tagungen, Anlegen eines Bildarchivs und einer Bibliothek, Zusammentragen und Pflege von heimatkundlichen und vorgeschichtlichen Funden, Pflege der Mundart und Herausgabe von Publikationen, Förderung der Partnerschaften mit Bouxwiller und Lichtentanne. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Mitglieder können eine Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit erhalten. Näheres regelt ein Vorstandsbeschluss. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines steuerbegünstigten Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Babenhausen, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden hat.

 

§ 3 Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins kann jede natürliche oder juristische Person sein. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.

Der Austritt aus dem Verein ist zum Ende eines Kalenderjahres jederzeit zulässig. Er erfolgt durch eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Vor

stand. Ein Mitglied kann bei fortgesetzter Schädigung der Interessen des Vereins durch Beschluss der Mitgliederversammlung ausgeschlossen werden. Kommt ein Mitglied seiner Beitragspflicht trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung nicht nach, so entscheidet der Vorstand über seinen Ausschluss.

 

§ 4 Beitrag

Der von den Mitgliedern zu entrichtende Beitrag wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt.

 

§ 5 Vorstand

Der Vorstand besteht aus dem ersten Vorsitzenden, dem zweiten Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Rechner. Zur Vertretung des Vereins gem. 26 BGB sind der erste oder der zweite Vorsitzende mit jeweils einem anderen Mitglied des Vorstandes berechtigt. Die Mitglieder des Vorstandes müssen Vereinsmitglieder sein. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er bleibt jedoch auch nach Ablauf dieser Amtszeit bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Zur Unterstützung des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung Beisitzer des Vorstandes bestellen. Die Rechnungsführung des Vereins wird durch zwei Rechnungsprüfer, die nicht dem Vorstand angehören dürfen und Vereinsmitglieder sein müssen, überprüft. Die Rechnungsprüfer werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt.

 

§ 6 Die Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich, möglichst im ersten Kalendervierteljahr statt. Außerdem ist eine Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Einberufung von einem zehnten Teil der Mitglieder schriftlich und unter Angabe der Gründe verlangt wird. Jede Mitgliederversammlung wird vom ersten Vorsitzenden oder vom zweiten Vorsitzenden unter Einhaltung einer Ladungsfrist von zwei Wochen durch Veröffentlichung in der „Babenhäuser Zeitung“ oder schriftlich einberufen. Dabei ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen.

 

Eine Ergänzung in die jetzige Form erfolgte in der Mitgliederversammlung vom 17. März 2016.

 

Eine Änderung der Satzung in die jetzige Form erfolgte in der Mitgliederversammlung vom 14. März 2014.

 

Die ursprüngliche Satzung war in der Mitgliederversammlung vom 13. März 1980 errichtet worden.

Die Kelten, unsere Ahnen und Vorfahren

 

Vortrag beim Geschichtsverein Babenhausen im April

 

 

 

In den 50/60er Jahren lernten die Schüler so gut wie nichts über das Volk der Kelten, das die Gegend, in der wir leben, vor Christi Geburt etwa 500 bis 600 Jahre lang besiedelte und beherrschte. Ottmar Eisenträger vom Verein „Genii Loci“ wird am 13. April im Bürgerzentrum Stadtmühle ab 19 Uhr über die Kelten sprechen. Dabei hat er auch anschauliche Exponate dabei.

 

Das beherrschende Thema der Frühgeschichte waren vor einem halben Jahrhundert die Germanen als unsere Vorfahren, nur die Germanen, wie man Historie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert gerne sehen wollte. Heute sind wir freier und dürfen schlauer sein, können weiter forschen: Schon ab der Bronzezeit, der jüngeren Hallstadtzeit, hatte sich hier und im gesamten mittel- und südeuropäischen Raum eine Ausbreitung keltischer Stämme, keltische Kultur vollzogen. Die Ausgrabungen am Glauberg in der Wetterau sind ein Beispiel dafür.

 

Die Kelten – auch Keltoi, Celtae, Galli oder Galati genannt – unterschieden sich von den Völkern im Mittelmeerraum nicht nur durch Sprache und Aussehen, auch durch ihre ganz eigene Kultur und Lebensweise: In der Kunst, im Handwerk, im Krieg. Sie besiedelten den Westen Europas in ganzer Linie vom Norden Irlands über Großbritannien bis hinunter nach Spanien, im Süd-Osten über die Alpenländer bis nach Kleinasien („Galater“ in der heutigen Türkei!). Sie hinterließen keine eigenen schriftlichen Zeugnisse, was wir über sie wissen, stammt von antiken griechischen und lateinischen Autoren, deren wichtigster der Römer Julius Cäsar war, mit dessen Eroberungszügen die keltische Welt auch ihr Ende fand.

 

Erhalten haben sich aber, vor allem im Raum der britisch-irischen Inseln, die keltischen Sagen, die heute die ganze Welt kennt (u.a. die König Artus-Sage) und die Grabbeigaben, die man fand. Kunstwerke darunter eröffnen eine unbekannte Mensch-Tier-Symbolik; im Handwerk müssen Kelten zum Teil hervorragend gewesen sein. Als erstes wäre da die Schmiede-Kunst zu nennen, denn keltische Eisenschwerter waren so berühmt, dass man manche Namen noch heute kennt: Excalibur. Auch die Sage von Wieland, dem Meisterschmied, ist noch lebendig, und wer kann heute, mit einem Blick in das Telefonbuch, den Babenhäuser Namen Willand übersehen, der darauf zurück geht?

 

Über Lebensweise und Kultur der Kelten im Rhein-Main-Gebiet hält Ottmar Eisenträger (mit Begleitung) am Mittwoch, 13. April 2016, ab 19 Uhr im Bürgerzentrum Stadtmühle einen Vortrag mit anschaulichen Beiträgen. Der Eintritt ist frei.

Erste Denkmalplakette in Babenhausen für das Territorialmuseum

Im Spätherbst des vergangenen Jahres hat das Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Wiesbaden zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen eine Denkmalplakette aufgelegt. Diese Plakette darf an Denkmalen befestigt werden, die in dem vom Landesamt für Denkmalpflege geführten Denkmalbuch enthalten sind.

Noch im alten Jahr hat Museumsmitarbeiter Joachim Heizmann diese Denkmalplakette am dem Haus Amtsgasse 32, in dem sich seit dem 30. März 2014 das Territorialmuseum befindet, angebracht. Sie ist die erste Plakette an einem Denkmal in Babenhausen.
Mit dieser Plakette im Format einer Hausnummer, die den hessischen Löwen sowie unter anderem die Aufschrift „Kulturdenkmal“ trägt, soll auf den ersten Blick ein Denkmal kenntlich gemacht werden. Das Haus Amtsgasse 32, ein ehemaliges Amtshaus der Gaylinge von Altheim, ist nach langem Leerstand ein Schmuckstück geworden. Saniert und eingerichtet durch eine gemeinnützige Stiftung ist in dem Haus das Territorialmuseum untergebracht, Auf drei Ebenen wird durch fast vierzig Erzählstationen die Geschichte des Territoriums von Hanau-Lichtenberg lebendig. In den einzelnen Abteilungen werden die dynamischen Entwicklungen in unserer Kulturlandschaft deutlich.
Das Museum ist im ersten Jahr seines Bestehen mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnete worden. Im vergangenen Jahr erhielt es den Deutschen Fachwerkpreis. Der Deutsche Museumsbund wies zum Jahresende mit Stolz auf die Museen hin, die als weit verzweigtes Kulturnetz die Regionen prägen: „Museen bilden Veränderungen ab. Sie schützen, bewahren und präsentieren kulturelle Ausdrucksformen, Bilder und Geschichte und machen auf diese Weise kulturelle Identität und Diversität erfahrbar und sichtbar.“
Im Jahre 2015 haben nach Angaben von Georg Wittenberger, Vorsitzender des Geschichtsvereins, knapp 1300 Besucher das Territorialmuseum besucht. Neben Einzelpersonen waren dies auch 28 Gruppen, angefangen von Vereinen und Verbänden über Babenhäuser Schulklassen im Rahmen ihres Unterrichts, zwei Konfirmandengruppen mit Pfarrer Fuchs, die ihr Erlerntes im „Reformationsraum“ des Museums vertieften, bis hin zu zwei Gruppen von Teilnehmern der Ferienspiele der Stadt, die mit Begeisterung eine Museumsrallye absolvierten. Das Territorialmuseum hat an vier Tagen in der Woche geöffnet und wird ehrenamtlich von den Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins betrieben. Für den Januar haben sich wiederum Babenhäuser Schulklassen angemeldet.  wi

 

Ria Fischer nach der Verleihung des Hessischen Archivpreises 2007 während ihrer Dankesrede. Archivfoto: Georg Wittenberger

„Gedächtnis der Stadt“ lebt nicht mehr

Nachruf: Ria Fischer im Alter von 90 Jahren gestorben

 

Das „Gedächtnis der Stadt“ hat für immer die Augen geschlossen. Einige Wochen nach ihrem 90. Geburtstag, am 20. November 2015, ist Ria Fischer, Ehrenbürgerin der Stadt Babenhausen, gestorben. Damit habe der Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen, wie es in dessen Nachruf heißt, eines seiner profiliertesten Gründungsmitglieder verloren. Als Ur-Babenhäuserin und aufmerksame Zeitzeugin kannte sie nicht nur die „offizielle“ Historie, sondern auch die vielfältigen Alltagsgeschichten der Menschen. Mit zahlreichen Publikationen und kurzweiligen Beiträgen hat Ria Fischer immer wieder die erlebte Geschichte den Menschen der Stadt nahegebracht.

 

Ria Fischer wurde an einem Kerbmontag, am 21. September 1925, als Maria Rose geboren. Doch von Jugend an hat man sie nur „Ria“ genannt. Sie wuchs mitten in der Altstadt, in der Fahrstraße 18, auf. Und sie hat als Jugendliche die dunklen Zeiten Deutschlands hautnah miterlebt. Im Krieg absolvierte sie eine kaufmännische Lehre bei der Druckerei Georg Krapp V.. Als 1943 die Privatunternehmen Angestellte für die Rüstungsindustrie abgeben mussten, begannen neue Verpflichtungen für sie. Zunächst war sie in die Tonwarenfabrik Dieburg und wenig später zur Lufthauptmunitionsanstalt in Münster abkommandiert. Nach einiger Zeit wurde Ria Rose durch einen Ringtausch ins Rathaus Babenhausen als erste weibliche Sekretärin zur persönlichen Unterstützung von Bürgermeister Fritz Klein versetzt.

 

Mit knapp 20 Jahren erlebte sie am 25. März 1945 den „D-Day in Babenhausen“, wie sie einmal berichtete. Damals habe sie erfahren, wie sich Menschen verändern können, denen es vorher gut und dann schlecht ging und umgekehrt. 1946 schied sie aus städtischen Diensten aus und arbeitete bis nach der Währungsreform als Sekretärin bei der Genossenschaft für Obst und Gemüse. Sie half ihrer Mutter, den Haushaltswarenladen an der Fahrstraße wieder aufzubauen. Später brachte sie den amerikanischen Soldaten in der Kaserne Deutsch bei. Dafür wurde sie 2002 von den Amerikanern anlässlich eines Thanksgivingfestes besonders geehrt.

 

Im November 1952 heiratete Ria Rose ihren Jakob Fischer, der Ende August diesen Jahres im Alter von 92 Jahren starb. Das junge Paar bezog sein Haus an der Waldstraße. 1954 kam die Tochter Ursula zur Welt. Die Liebe zu ihrer Heimatstadt und das Interesse an der Geschichte ließ Ria Fischer zeitlebens nicht mehr los. Mit ihrem exzellenten Gedächtnis war sie eine hochbegabte Erzählerin, war eine Förderin der Verschwisterung mit Buchsweiler, in guter Tradition durch die Geschichte der Grafen von Hanau-Lichtenberg. 1980 hat Ria Fischer den Heimat- und Geschichtsverein mit gegründet. Ab dem 1. August 1983 war sie, aufgefordert vom damaligen Bürgermeister Norbert Schäfer, Hüterin des Stadtarchives im Burgmannenhaus geworden. Sie nahm ihr Amt sehr ernst. In mühevoller Arbeit und mit Unterstützung ihres Mannes integrierte sie die Stadtteilarchive. Im Jahre 2006 gab sie das Amt ab. Am 28. November 2007 wurde ihr in Gießen für diese Tätigkeit aus der Hand von Staatsminister Udo Corts der Hessische Archivpreis überreicht.

 

Bereits am 28. September 1990 war sie mit der silbernen Verdienstmedaille der Stadt Babenhausen geehrt worden. Im April 2006 überreichte ihr der damalige Landrat Alfred Jakoubek den Ehrenbrief des Landes Hessen und nannte sie das „stadtgeschichtliche Sprachrohr der Stadt Babenhausen“. Knapp drei Wochen vor ihren 87. Geburtstag wurde sie 2012 zur Ehrenbürgerin der Stadt Babenhausen ernannt. Dabei betonte sie: „Ich bin stolz, Babenhäuserin zu sein mit allen Vor- und Nachteilen, die man uns nachsagt.“ Sie habe gute und schlechte Zeiten erlebt, sie habe die Bombenangriffe an Weihnachten auf Babenhausen erlebt und die gesetzeslose Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Und es seien bessere Zeiten gekommen. „Wir haben es überstanden, aber wir haben es nicht vergessen.“ wi.

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